Herzlich Willkommen!

Danke

Egal ob klein Karlchen ein Eis bekommt oder klein Linchen ein Bonbon - garantiert folgt der Satz: Hast du auch fein danke gesagt? So fragen die Großen die Kleinen. Doch oft vergessen die Großen selber danke zu sagen. Nichts ist vergänglicher als Dankbarkeit. „Lobe den Herrn meine Seele und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat" so heißt es in einem Lied in der Bibel. Offenbar ist es ein altes Problem, das wir so schnell vergessen, wer uns Gutes getan hat und was uns Gutes getan wurde. In den nächsten Tagen gibt es zwei Feste gegen dieses Vergessen. Zuerst wird in vielen Gemeinden Erntedankfest gefeiert ( in einigen fand es bereits statt). Das wir genug zu essen haben, unser hoher Lebensstandard - all das ist nicht selbstverständlich. „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land, doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand", so hat es Matthias Claudius vor über 200 Jahren gedichtet und so ist es letztlich auch heute. An den zweiten Grund zum Danken erinnert uns der 3. Oktober. Unser geteiltes Vaterland konnte wieder eins werden, Mauer und Stacheldraht verschwanden. Und es geschah nicht mit Waffen und Gewalt, sondern mit Kerzen und Gebeten. Wir wurden reich beschenkt, doch heute steht die Frage: Was machen wir aus diesen Geschenken? In einem alten Lied aus der Reformationszeit heißt es: „Wach auf, wach auf du deutsches Land, du hast genug geschlafen. Bedenk, was Gott an dich gewandt, wozu er dich erschaffen". Oder wie es der sowjetische Schriftsteller Alexander Solschenizyn sagte: „Die Menschen haben Gott vergessen, und das ist der Grund für die Probleme der Gegenwart. Wir werden keine Lösung finden ohne die Umkehr des Menschen zum Schöpfer aller Dinge".