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Friedensgebet

Vielleicht kennen Sie dieses Bild: Ein Mensch sitzt mit Jesus auf einer Bank und fragt ihn: „Warum lässt Du all die schrecklichen Dinge wie Kriege, Hungersnot, Gier und Haß in unserer Welt zu?“ Und er bekommt die Antwort: „Das wollte ich dich auch schon fragen!“ Es gibt viel Leid in unserer Welt, für das wir keine Erklärung haben. Es gibt aber auch so viel Leid, das durch Menschen verursacht wird. So vieles, das uns einfach nur fassungslos macht. Bald beginnt in der kirchlichen Tradition die Passionszeit, die Zeit, die in besondere Weise an das Leiden und Sterben von Jesus erinnert. Gott kam in Jesus in unsere Welt, weil wir uns nicht selber aus dem Schlamassel von Schuld und Unfrieden befreien können. Er hat sein Leben am Kreuz als Lösegeld für jeden Menschen gegeben, damit wir Frieden mit Gott und miteinander haben können. Jesus, der gekreuzigte und auferstandene Herr lädt uns ein, das wir uns ihm anvertrauen. „Der Friede Gottes will in dir beginnen, du brauchst nicht lange, bis du es entdeckst. Was Gott in dich hineinlegt bleibt nicht innen, Friede, der nach außen wächst“ - so heißt es in einem Lied. Doch wie kann das gehen? Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt, könnte man mit Joachim Gauck sagen. Unbegrenzt möglich ist immer das Gebet. Es ist nicht unsere letzte Möglichkeit, sondern die erste Option. Und so beten wir in diesen Tagen ganz besonders für die Menschen in den vielen Kriegen und Auseinandersetzungen, die derzeit stattfinden. Von vielen wissen wir aktuell nur wenig. Wir beten für die Regierungen, die oft genauso ratlos sind wir. Und wir wollen nicht vergessen, Gott danke zu sagen für das Geschenk, das wir hier schon so lange in Frieden leben.