Angedacht

Wir haben die Wahl

Bald wird ein neuer Landtag in Sachsen gewählt. In den letzten Jahren gab es heftige Diskussionen um die Zukunft unseres Landes. Oft wurden den Politikern Versäumnisse vorgehalten. Die gab es und darüber muss geredet werden. Und dabei bitte nicht vergessen, das es in unserem Land unterschiedliche Verantwortlichkeiten gibt, in Berlin andere als in Dresden. Manchmal fragt man sich, ob und wie der eine oder andere in den Jahren vor 1989 protestiert hat. Aber sei` s drum. Es ist ein Geschenk, das wir heute ein hohes Maß an Freiheit haben. Und das muss gepflegt werden. Deswegen will ich meine Stimme nicht abgeben, sondern zur Wahl gehen. Und das in dem Wissen, das - wen immer ich auch wähle - keiner meine Erwartungen vollständig erfüllen kann. Vielleicht kommt die Enttäuschung mancher über „die da oben“ daher, das sie von ihnen etwas erwarten, was sie gar nicht leisten können. Politik ist zuständig für das Wohl der Menschen. Gefährlich wird es, wenn Politiker das Heil versprechen, wie es unser Volk im 20. Jahrhundert erlebt hat. Darüber haben viele vergessen, das sie Gott vergessen haben. Doch es bleibt so, wie es der Kirchenvater Augustinus im 4. Jahrhundert sagte: „Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir, o Herr“. Heil gibt es nur beim Heiland, bei Jesus. Er sagt:„Ich bin gekommen, damit sie das Leben in Fülle haben.“(Johannes 10,10). Versöhnung mit Gott, unserem Vater; Hoffnung für Zeit und Ewigkeit, Orientierung für ein gelingendes Leben, das kann uns nur Jesus schenken. Ob wir dieses Geschenk annehmen, das liegt an jedem persönlich, wir haben die Wahl. Wer so beschenkt ist, der zieht sich nicht zurück. Sondern setzt sich gern nach seinen Möglichkeiten ein für seine Mitmenschen, für unser Land, für diese Welt.